Assistenztrainer Ioannis Amanatidis

Written by on 3. Dezember 1991

Nationalität
gre Greece
jetziges Team
St. Gallen

Ioannis Amanatidis (griechisch Ιωάννης Αμανατίδης [ˈʝanis amanaˈtiðis]; * 3. Dezember 1981 in Kozani) ist ein ehemaliger griechischer Fußballspieler.

Jahre Station Spiele (Tore)1
1999–2004 VfB Stuttgart II 46 (15)
1999–2004 VfB Stuttgart 35 (6)
2000–2002 → SpVgg Greuther Fürth (Leihe) 42 (12)
2004 → Eintracht Frankfurt (Leihe) 15 (6)
2004–2005 1. FC Kaiserslautern 23 (6)
2005–2011 Eintracht Frankfurt 140 (42)

 

Stationen als Trainer
Jahre Station
2016 Iraklis Thessaloniki U-20
2016 Iraklis Thessaloniki (interim)

Kindheit

Amanatidis kam in Kozani zur Welt. Er wanderte im Alter von neun Jahren mit seiner Familie aus Griechenland aus und ließ sich in Stuttgart nieder.

Vereinskarriere

Amanatidis schloss sich 1991 dem Stuttgarter SC an. 1995 wechselte er als C-Jugendlicher zum VfB Stuttgart.

Beim VfB Stuttgart begann 2002 auch seine Karriere als Bundesligaprofi. Da er sich keinen Stammplatz erkämpfen konnte, wurde er im Jahr 2000 zur SpVgg Greuther Fürth ausgeliehen. Dort setzte er sich schnell durch und bildete ein Sturmduo mit Francis Kioyo. Nach einer erfolgreichen Saison, in der Fürth nur knapp am Aufstieg scheiterte, ging Amanatidis zurück nach Stuttgart. Wieder konnte er sich dort nicht richtig durchsetzen und wechselte dann im Winter 2004 zu Eintracht Frankfurt. Es gelang ihm jedoch trotz seiner sechs erzielten Tore nicht mehr, den Abstieg zu verhindern. Danach heuerte der Stürmer beim 1. FC Kaiserslautern an, wechselte aber zum 25. Juli 2005 erneut zur wieder aufgestiegenen Eintracht aus Frankfurt. Dort traf Amanatidis in der Saison 2005/2006 12 Mal und kam damit unter die Top-Ten der Torschützen (Platz 9). In der Folgesaison schaffte er mit der Eintracht den erneuten Klassenerhalt und erreichte das Halbfinale des DFB-Pokals. Im UEFA-Pokal erreichte er die Gruppenphase.

Von 2007 bis 2009 war Amanatidis Mannschaftskapitän von Eintracht Frankfurt. Er trat damit die Nachfolge von Jermaine Jones an, der zum FC Schalke 04 wechselte.

Mit der Verpflichtung Michael Skibbes als Trainer 2009 begann für Amanatidis eine problematische Zeit. Dieser nahm ihm zuerst die zwei Jahre zuvor von Friedhelm Funkel verliehene Kapitänsbinde ab, durch mehrere Verletzungen verlor er letztendlich auch seinen Stammplatz in der Mannschaft. Als er sich nach seiner Genesung mehrfach lautstark beschwerte nicht spielen zu dürfen und auch Skibbe persönlich angriff („Hier geht es nicht nach dem Leistungsprinzip!“), warf dieser ihn Anfang Februar 2011 aus der Mannschaft. Nun spielte Amanatidis für Skibbe vorerst keine Rolle mehr. Skibbe schloss allerdings nicht aus, dass Amanatidis bei veränderter Situation wieder Mitglied der Mannschaft werden könne. Am 17. Februar 2011 wurde Amanatidis begnadigt und stand im 18er-Kader für das Auswärtsspiel gegen den 1. FC Nürnberg.

Zur Saison 2011/12 wurde Amanatidis von Trainer Armin Veh aus dem Profikader aussortiert und trainierte fortan mit der zweiten Mannschaft. Daraufhin drohte Amanatidis bei der DFL zu klagen und aufgrund seines vertraglichen Rechtes „professionelles Training“ zu verlangen. Die U-23 sei nicht Teil der vom Verein Eintracht Frankfurt ausgegliederten Fußball AG, bei der er aufgrund seines Lizenzspielervertrages Angestellter war. Amanatidis besaß bei Eintracht Frankfurt noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012. Am 14. Juli 2011 machte Amanatidis seine Drohungen wahr und klagte beim Arbeitsgericht Frankfurt am Main, wo er einen „Erlass einer Einstweiligen Verfügung gegen seinen Arbeitgeber, die Eintracht Frankfurt Fußball AG,“ beantragte. Am 18. Juli 2011 teilte der Verein mit, dass Amanatidis Vertrag aufgelöst worden sei und beide Seiten getrennte Wege gehen werden. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung meldete, er habe „rund zwei Millionen Euro“ Abfindung erhalten und seinen Lebensmittelpunkt nach Limassol, Zypern verlegt.

Amanatidis wurde mit dem VfB Vize-Meister 2003 und mit Frankfurt Vize-Pokalsieger 2006.

Nationalmannschaft

Für die griechische Nationalmannschaft debütierte Ioannis Amanatidis, der seine Stärken vor allem im Kopfballspiel und in seiner Schnelligkeit hat, am 20. November 2002 gegen Irland.

Am 17. Oktober 2007 schoss er sein erstes Tor für die Nationalmannschaft im Europameisterschafts-Qualifikationsspiel zum 0:1 in der Türkei, was für Griechenland gleichzeitig die Teilnahme an der Endrunde der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz bedeutete.

Am 9. August 2010 erklärte der Stürmer nach 42 Spielen im Nationaltrikot seinen sofortigen Rücktritt aus der griechischen Nationalelf. Er wolle sich, so Amanatidis, künftig nur noch auf Eintracht Frankfurt konzentrieren und alle seine Energie dafür aufwenden.

Trainer

Im Sommer 2016 wurde Amanatidis als U-20-Trainer von Iraklis Thessaloniki verpflichtet. Bereits im gleichen Jahr wurde er für zwei Wochen Interimstrainer der 1. Mannschaft. Er traf danach die Entscheidung, aufgrund der Vorkommnisse im griechischen Fußball[5], den Verein mit sofortiger Wirkung zu verlassen. Seitdem widmet er sich seiner Ausbildung zum Fußballlehrer.

Amanatidis und die Bild-Zeitung

Ende 2007 verbreitete die Bild-Zeitung deutschlandweit die Vorwürfe einer Autofahrerin, Amanatidis habe sie im Verlauf eines Streites im Straßenverkehr geohrfeigt. Amanatidis bestritt die Vorwürfe, die Staatsanwaltschaft ermittelte, das Verfahren wurde eingestellt. Stattdessen wurde nun gegen die Frau, die nach ihrer Aussage ein „Leser-Reporter“-Honorar der Bild-Zeitung erhielt, wegen falscher Anschuldigung ermittelt.

Amanatidis wurde daraufhin in der Frankfurter Rundschau zitiert: „Ich bin sauer auf dieses Schmuddelblatt (…), das diesen Scheißdreck in die Welt setzt.“ Auf die Frage, ob es denn sinnvoll sei, sich mit der Bildzeitung anzulegen, antwortete er: „Das ist mir doch egal. Ich habe keine Angst vor diesen Leuten. Was will man erwarten von einem Blatt, das im Großen und Ganzen nur Dreck schreibt und so einer Person so viel Aufmerksamkeit schenkt.“

Modeschöpfer

2011 startete Ioannis Amanatidis sein eigenes Modelabel namens iam exposure.


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Maxim Guinchard


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